• Stiftung »Arkivet« - Zentrum für Geschichtsvermittlung und Friedensbildung
1942 richtete die Gestapo im Gebäude des Staatsarchivs in Kristiansand ihr regionales Hauptquartier ein.
2001 nahm im Gebäude das Bildungszentrum »Stiftelsen Arkivet« seine Arbeit auf. In den Kellerräumen wird eine Ausstellung über den norwegischen Widerstand und die Folterpraktiken der Gestapo gezeigt.
Bild:Kristiansand, o.J., Gebäude in der Nutzung als Staatsarchiv, Stiftelsen Arkivet
Kristiansand, o.J., Gebäude in der Nutzung als Staatsarchiv, Stiftelsen Arkivet

Bild:Kristiansand, 2005, Das heutige »Stiftelsen Arkivet« im umgebauten Archivgebäude, Stiftelsen Arkivet
Kristiansand, 2005, Das heutige »Stiftelsen Arkivet« im umgebauten Archivgebäude, Stiftelsen Arkivet
Gleich in den ersten Tagen der deutschen Besatzung Norwegens beschlagnahmte die Wehrmacht das Gebäude des Staatsarchivs in Kristiansand. Ende Januar 1942 übernahm die Gestapo das Haus und nutzte es als ihr Hauptquartier in der Region Sørlandet. Im Keller wurden nach und nach Zellen und eine Folterkammer eingerichtet. Im Laufe der nächsten Jahre hielt die Gestapo insgesamt etwa 3.500 Verhaftete im Gebäude gefangen. Meist handelte es sich um Mitglieder von norwegischen Widerstandsgruppen. Viele Gefangene verschleppten Gestapo und SS in Konzentrationslager, andere wurden später hingerichtet. Im Volksmund erhielt das Haus den Beinamen »Haus des Schreckens«.
Bild:Kristiansand, o.J., Gebäude in der Nutzung als Staatsarchiv, Stiftelsen Arkivet
Kristiansand, o.J., Gebäude in der Nutzung als Staatsarchiv, Stiftelsen Arkivet

Bild:Kristiansand, 2005, Das heutige »Stiftelsen Arkivet« im umgebauten Archivgebäude, Stiftelsen Arkivet
Kristiansand, 2005, Das heutige »Stiftelsen Arkivet« im umgebauten Archivgebäude, Stiftelsen Arkivet
Zwischen 1942 und 1945 hielt die Gestapo insgesamt etwa 3.500 Menschen im Gebäude des Staatsarchivs gefangen. 162 Gefangene wurden später hingerichtet oder starben in Konzentrationslagern.
Bild:Kristiansand, 2005, Szene aus der  Ausstellung in den Kellerräumen, Staatsarkivet Oslo
Kristiansand, 2005, Szene aus der Ausstellung in den Kellerräumen, Staatsarkivet Oslo
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges diente das Gebäude bis Ende der 1990er Jahre wieder als Staatsarchiv. Nachdem bekannt wurde, dass die norwegische Regierung den Verkauf des Grundstücks plant, entstand eine Bürgerinitiative zur Erhaltung des Gebäudes. Aus dieser ging die Stiftung »Stiftelsen Arkivet« hervor, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Gebäude zu erhalten, über die Geschichte der Besatzungszeit zu informieren und Friedensarbeit zu leisten.
2001 konnte das Zentrum eröffnet werden. Die Kellerräume, in denen die Gestapo Zellen und eine Folterkammer eingerichtet hatte, ließ die Stiftung originalgetreu nachbauen. Als Teil der Ausstellung werden die Methoden der Gestapo mit lebensgroßen Puppen nachgestellt.
Bild:Kristiansand, o.J., Das »Stiftelsen Arkivet« im ehemaligen Archivgebäude, Stiftelsen Arkivet
Kristiansand, o.J., Das »Stiftelsen Arkivet« im ehemaligen Archivgebäude, Stiftelsen Arkivet

Bild:Kristiansand, 2005, Szene aus der  Ausstellung in den Kellerräumen, Staatsarkivet Oslo
Kristiansand, 2005, Szene aus der Ausstellung in den Kellerräumen, Staatsarkivet Oslo
Name
Stiftelsen Arkivet - Senter for Historieformidling og Fredsbygging
Adresse
Vesterveien 4
4613 Kristiansand
Telefon
+47 (0) 381 074 00
Fax
+47 (0) 381 074 67
Web
http://www.stiftelsen-arkivet.no
E-Mail
kontakt@stiftelsen-arkivet.no
Öffnungszeiten
1. September bis 1. Mai:
8.30 bis 15.30 Uhr.
1. Mai bis 1. September: 8.30 bis 15.00
Museum im »Gestapokeller« sonntags 13.00 bis 15.00
Angebot
Ausstellungsbereich zur Geschichte des Hauses als regionales Gestapo-Hauptquartier; Führungen und Workshops; Seminare im Bereich Kinder- und Erwachsenenbildung zu den Themen humanitäre Hilfe, Demokratie und Menschenwürde und Konfliktvermeidung; Forschung