• Anne Frank Zentrum
Seit 1998 gibt es in Berlin das Anne Frank Zentrum. Mit ihren Ausstellungen und durch ihre Arbeit erinnert die Einrichtung nicht nur an das Schicksal des jüdischen Mädchens, sondern hält gleichzeitig auch die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wach.
Bild:Amsterdam, o.D., Anne Frank am Schreibtisch, Anne Frank Haus Amsterdam/ANNE FRANK-Fonds/Basel
Amsterdam, o.D., Anne Frank am Schreibtisch, Anne Frank Haus Amsterdam/ANNE FRANK-Fonds/Basel

Bild:Berlin, 2011, Hinweisschild am Eingang zum Hinterhof in der Rosenthaler Straße, Stiftung Denkmal
Berlin, 2011, Hinweisschild am Eingang zum Hinterhof in der Rosenthaler Straße, Stiftung Denkmal
Anne Frank und ihre Familie versteckten sich über zwei Jahre lang in einem Amsterdamer Hinterhaus vor der Judenverfolgung durch die deutschen Besatzungsbehörden. Im August 1944 wurde die Familie verraten, von der Gestapo verhaftet und kurz darauf deportiert. Anne Frank kam mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Margot zunächst nach Auschwitz. In einem weiteren Transport wurde sie im Oktober 1944 in das KZ Bergen-Belsen überführt, wo sie im März 1945 im Alter von 15 Jahren an einer Typhusepidemie starb. Ihr Vater, Otto Frank, überlebte als einziges Mitglied der Familie den Holocaust. Ihm ist die Veröffentlichung des weltberühmt gewordenen Tagebuchs seiner Tochter zu verdanken.
Bild:Amsterdam, o.D., Anne Frank am Schreibtisch, Anne Frank Haus Amsterdam/ANNE FRANK-Fonds/Basel
Amsterdam, o.D., Anne Frank am Schreibtisch, Anne Frank Haus Amsterdam/ANNE FRANK-Fonds/Basel

Bild:Berlin, 2011, Hinweisschild am Eingang zum Hinterhof in der Rosenthaler Straße, Stiftung Denkmal
Berlin, 2011, Hinweisschild am Eingang zum Hinterhof in der Rosenthaler Straße, Stiftung Denkmal
Der genaue Todestag von Anne Frank ist nicht bekannt. Wahrscheinlich starb sie Anfang März 1945 an Typhus, kurz vor der Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen.
Bild:Berlin, 2011, Standort des Anne Frank Zentrums im Hinterhof der Rosenthaler Straße 39, Stiftung Denkmal
Berlin, 2011, Standort des Anne Frank Zentrums im Hinterhof der Rosenthaler Straße 39, Stiftung Denkmal

Bild:Berlin, 2008, Ausstellungsbegleiter im Anne Frank Zentrum, Anne Frank Zentrum
Berlin, 2008, Ausstellungsbegleiter im Anne Frank Zentrum, Anne Frank Zentrum
Das seit 1998 bestehende Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Das Zentrum ging aus einem Förderverein hervor, der für die Betreuung einer Mitte der 1990er Jahre in Berlin gezeigten Ausstellung über Anne Frank gegründet wurde. 2002 bezog die Einrichtung Räume in dem historischen Gebäude »Haus Schwarzenberg« in der Rosenthaler Straße in Berlin- Mitte; dort befinden sich auch das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt sowie die Gedenkstätte »Stille Helden«. Neben der Vermittlung von Geschichte richtet sich die pädagogische Arbeit des Zentrums gegen Antisemitismus und Diskriminierung. Das Konzept soll vor allem Schüler und Jugendliche ansprechen. In diesem Zusammenhang erarbeitete das Anne Frank Zentrum mehrere Wanderausstellungen, die an verschiedenen Standorten in Deutschland zu sehen sind. Vor Ort betreuen eigens vom Anne Frank Zentrum ausgebildete Jugendliche die Besucher. Seit November 2006 ist die Dauerausstellung »Anne Frank. hier & heute« als interaktiver Lernort im »Haus Schwarzenberg« eingerichtet.
Bild:Berlin, 2008, Teil der Ausstellung »Anne Frank. hier & heute«, Anne Frank Zentrum
Berlin, 2008, Teil der Ausstellung »Anne Frank. hier & heute«, Anne Frank Zentrum

Bild:Berlin, 2006, Zeitstrahl - Teil der Ausstellung »Anne Frank. hier & heute«, Anne Frank Zentrum
Berlin, 2006, Zeitstrahl - Teil der Ausstellung »Anne Frank. hier & heute«, Anne Frank Zentrum
Name
Anne Frank Zentrum
Adresse
Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin
Telefon
+49(0)30 288 865 610
Fax
+49(0)30 288 865 611
Web
http://www.annefrank.de
E-Mail
zentrum@annefrank.de
Öffnungszeiten
Dienstags bis sonntags 10.00 bis 18.00, angemeldete Gruppen ab 9.00
Angebot
Pädagogisches Programm für Schulklassen und Jugendgruppen, thematische Stadtrundgänge und Projekttage, Lesungen, Gespräche mit Zeitzeugen, Filmvorführungen, Vorträge