• Denkmale für die ermordeten Juden in Winniza
In Winniza (ukrainisch: Winnyzja) am südlichen Bug erinnern mehrere Denkmale an die 1941 und 1942 von deutschen Einsatzgruppen ermordeten Juden der Stadt.
Bild:Vermutlich Winniza, um 1942, Erschießung eines ukrainischen Juden, Instytut Pamięci Narodowej
Vermutlich Winniza, um 1942, Erschießung eines ukrainischen Juden, Instytut Pamięci Narodowej

Bild:Winniza, 2003, Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Ilja Grobman am Denkmal für die ermordeten Juden, Ilja Grobman
Winniza, 2003, Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Ilja Grobman am Denkmal für die ermordeten Juden, Ilja Grobman
Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in Winniza etwa 33.000 Juden. Die deutsche Wehrmacht besetzte die Stadt am 19.7.1941. Zuvor hatten ungefähr 17.000 Juden aus Winniza fliehen können. Zusammen mit der Wehrmacht rückten Verbände der Einsatzgruppe C ein. Wenig später errichteten die Besatzer ein Ghetto für die jüdische Bevölkerung von Winniza. Im September 1941 erfolgten die ersten Massenerschießungen in Winniza: Das Polizeibataillon 304 erschoss am 5. September 1941 2.200 Juden, die Polizeibataillone 45 und 314 erschossen mindestens 18.000 Juden am 19. und 20. September. Ende 1941 wurde das Gebiet für »judenfrei« erklärt. Doch unzählige jüdische Facharbeiter aus Winniza und Umgebung mussten bis 1942 Zwangsarbeit beim Bau des Führerhauptquartiers »Wehrwolf« in der Nähe der Stadt leisten. Von ihnen wurden viele von der SS erschossen. Diejenigen, die die Selektionen überlebten, wurden in Arbeitslager deportiert.
Bild:Vermutlich Winniza, um 1942, Erschießung eines ukrainischen Juden, Instytut Pamięci Narodowej
Vermutlich Winniza, um 1942, Erschießung eines ukrainischen Juden, Instytut Pamięci Narodowej

Bild:Winniza, 2003, Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Ilja Grobman am Denkmal für die ermordeten Juden, Ilja Grobman
Winniza, 2003, Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Ilja Grobman am Denkmal für die ermordeten Juden, Ilja Grobman
Eine genaue Zahl der Opfer kann für Winniza nicht angegeben werden. Auch die Tatzeitpunkte und die beteiligten Dienststellen konnten nicht in allen Fällen ermittelt werden. Schätzungen zufolge wurden in Winniza mindestens 20.000 Juden ermordet, nach Angaben der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem sogar bis zu 26.000.
Bild:Winniza, o.D., Exhumierung durch einen Angehörigen der Sowjetischen Sonderkommission, Zentral'nij Dershavnij Kinofotofonoarchiw Ukraini
Winniza, o.D., Exhumierung durch einen Angehörigen der Sowjetischen Sonderkommission, Zentral'nij Dershavnij Kinofotofonoarchiw Ukraini

In Winniza und Umgebung gibt es mehrere Denkmale zur Erinnerung an die ermordeten Juden der Stadt.
Bild:Schtschitki bei Winniza, 2002, Einweihung des Denkmals für die ermordeten Juden, Ilja Grobman
Schtschitki bei Winniza, 2002, Einweihung des Denkmals für die ermordeten Juden, Ilja Grobman

Name
Pamjatniki ubitym ewrejam Winnizji
Telefon
+380 432 523 374
Fax
+380 432 523 374
Web
http://www.jewish.vinnitsa.com
E-Mail
jewish@vinnitsa.com
Öffnungszeiten
Die Denkmale sind jederzeit zugänglich